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Ob fetzige Samba Batucada aus Rio de Janeiro,
Samba-Reggae aus Salvador de Bahia, oder einer der etwas exotischeren
Rhythmen aus dem Nordosten Brasiliens - Samba ist Leben, Samba ist Bewegung,
Samba ist Begeisterung; Samba ist eben ganz einfach - Samba!
Der Ausdruck 'Samba' wird im deutschen und europäischen
Sprachgebrauch als Sammelbegriff für eine große Vielzahl von Rhythmen und
Stilrichtungen brasilianischer Musik benutzt, angefangen von der Batucada des Karnevals in Rio über den erst
etwa zwei Jahrzehnte alten Samba-Reggae, den sehr
traditionellen und rituellen Maracatu, den Bajon oder baiao, den Afoxe oder Ijexa (da fehlen jetzt überall irgendwelche Häkchen über den Buchstaben) und noch etliche mehr.
Die zwei erstgenannten sind eher weltlich, die übrigen in unterschiedlichen
Graden religiösen oder spirituellen Ursprungs. Fast alle haben ihre jüngeren
Wurzeln im Nordosten Brasiliens, gehen aber eigentlich auf
die Tänze, Rhythmen und Gesänge der aus Afrika zu Millionen nach Brasilien
verschleppten Sklaven der verschiedensten Volksstämme zurück.
Und eben der Umstand,
daß im Nordosten Brasiliens die meisten Nachfahren der Sklaven
leben erklärt, warum von dort derart viele musikalische Impulse ausgehen: 'Innendrin' ist Samba schwarz, die unterschiedlichen Grundrhythmen und Stilrichtungen reflektieren die Vielfalt der afrikanischen Kulturen. Europäische Musik hat die Entwicklung der verschiedenen Stile über
die Jahrhunderte zwar beeinflußt, genauso wie die indianische der Ureinwohner des heutigen Brasilien. Aber der Kern von allem, was hierzulande pauschal als 'Samba' bezeichnet wird, ist und bleibt afrikanisch.
In Westeuropa greift das Samba-Fieber seit etwa Mitte der 80'er Jahre des letzten Jahrhunderts immer mehr um sich, die Zahl der Bands ist mittlerweile wenigstens vierstellig. Viele Gruppen spielen traditionelle Rhythmen, viele aber auch ganz eigene Kompositionen, die teilweise sogar Elemente des Funk oder des Hip-Hop mit einbinden. Samba ist eben nichts Statisches, Samba lebt!
Und damit das Samba-Leben noch interessanter wird, gibt es diese Seite. Wer einen Auftritt buchen will, findet hier hoffentlich eine geeignete Gruppe in seiner Nähe, egal ob es sich um ein Mega-Event handelt oder um eine Hochzeit, einen (nicht notwendig runden) Geburtstag, eine Firmenfeier oder ein Straßenfest. Wer selber vom Samba-Fieber infiziert ist, sollte auf nützliche und/oder interessante Informationen zum 'Drumherum' stoßen. Jedenfalls dann, wenn genug Sambistas mitmachen und ihre eigenen Kenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse in Form eines Beitrags einbringen.
Foto: Barbara Warner
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