Samba-Tips & Tricks

Was tun, wenn die Agogo nicht mehr klingt?

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Die Agogo, die brasilianische Doppelglocke, rundet den Samba-Sound mit ihren hohen Tönen nach oben ab. Leider neigt dieses wunderschöne Instrument aber dazu, nach einiger Zeit die Stimme zu verlieren:

Im Prinzip besteht die Agogo aus zwei konisch zusammengebogenen Blechen und einem U-förmigen Stiel dazwischen. Damit der Glockenkörper eine richtiggehende Schwingung erzeugt, einen klingenden Ton, werden die offenen Längsseiten der Bleche an der Unterseite verbunden, meist durch Schweißen. Und diese Naht (Pfeil) ist sozusagen die 'Achillesferse' der Agogo.

Hartlöten gibt der Agogo ihre Stimme wieder Geschweißte Verbindungen sind nämlich ziemlich spröde und reagieren recht empfindlich, wenn sie fortlaufend Schwingungen und Erschütterungen ausgesetzt sind - die sich aber nun einmal nicht völlig vermeiden lassen, wenn ein geschweißtes Stück Blech um die hundert Mal pro Minute mit einem stabilen Holzstock bearbeitet wird. Irgendwann reißt dann ob dieser fortlaufenden Mißhandlung der Samba-Glocke die (Gedulds-) Naht, und an Stelle eines klaren Tones erzeugt sie nur noch ein metallisches Klacken.

Natürlich kann man die Naht wieder schweißen (lassen). Nur hilft das auf Dauer nicht wirklich, denn das ursprüngliche Problem - die Sprödigkeit der Verbindung - ist damit gerade nicht beseitigt, und es ist auch nicht wirklich spaßig, wenn die Agogo mitten während eines Auftritts erneut den Dienst versagt.

Dagegen hilft auch kein Jammern und kein Klagen, dagegen hilft nur - Hartlöten! Zumindest meine eigene Agogo (Bild oben), die ich zweimal mit zweifelhaftem Erfolg hatte nachschweißen lassen, hat mich seit dem erst- und einmaligen Hartlöten im Jahr 2001 nie mehr im Stich gelassen.

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