Samba-Tips & Tricks

Tambourim-Drehtechnik

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Die Tambourim-Drehtechnik macht erstaunlicherweise nicht nur Anfängern Angst, ich habe gestandene Sambistas erlebt, die das Instrument schon seit Jahren spielen, gegenüber dem Drehen aber eine regelrechte psychische Blockade entwickeln.

Dabei ist die Drehtechnik nicht wirklich schwierig. Man muß sich nur von der Vorstellung lösen, das Tambourim würde allein mit einer Hand gespielt, solche Instrumente gibt es im Samba überhaupt nicht; die (meist linke) Hand, die das Instrument hält, ist schließlich kein Schraubstock!

Abbildung [1] zeigt den normalen Schlag mit der Peitsche, etwas oberhalb der Fellmitte angesetzt, um Klang und Lautstärke zu optimieren. Drehen läßt sich so natürlich nicht. Denn der Unterarm und das Tambourim bilden eine Achse (in Abbildung [2] als gestrichelte Linie dargestellt), um die herum die Drehung erfolgt. Wer oberhalb dieser Achse aufschlägt, blockiert also die Drehbewegung.

Tambourim-Drehtechnik

Richtig ist statt dessen, den Drehschlag ein wenig unterhalb der Fellmitte anzubringen, wie abgebildet [2]. Das Tambourim gibt dann dem Schlag nach, indem es (mit dem gesamten Unterarm) um etwas mehr als 90 Grad gedreht wird. Der Stick geht dabei nicht wie gewohnt zurück in die Höhe, sondern setzt seine Abwärtsbewegung so weit fort, daß direkt anschließend der Aufschlag [3] ausgeführt werden kann (mit dem sich Unterarm und Instrument in die 1. Position zurück bewegen).

Das ist natürlich erst der Anfang. Denn die linke Hand kann weitaus mehr als nur Drehen, sie kann die rechte aktiv unterstützen, und etwa der Winkel des Tambourims beim Aufschlag [3] bestimmt auch Lautstärke und Klangfarbe mit. Auf jeden Fall aber lässt sich mit der Tambourim-Drehtechnik bei schnellen Schlagfolgen ein rundes Drittel der Bewegungen einsparen, und entsprechend schneller kann ein Stück gespielt werden - wenn die übrigen Instrumente dann noch mithalten.

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